Traditionelle chinesische Medizin

Die traditionelle chinesische Medizin richtet ihre Aufmerksamkeit auf das gesamte physiologische und psychologische Individium, den Menschen. Grundprinzip der altchinesischen Diagnostik ist die Auffassung des Menschen als Ganzheit aus Körper, Geist und Seele. Da alle Teile des Menschen, z.B. seine Organe im ständigen Wechselspiel der polaren Kräfte von Yin und Yang eng miteinander verbunden und vernetzt sind, vermag jedes Einzelteil die Gesamtheit zu beeinflussen. Disharmonien im Körper weisen auf ein Ungleichgewicht von Yin und Yang hin und können zu Krankheiten führen. Gemäß der trad. Chinesischen Medizin durchziehen Meridiane, eine Art Liniennetz den ganzen Körper. Diese stehen in Beziehung zu den Organen und Hohlorganen. An den Stellen an den die Meridiane etwa 2-3 mm an die Körperoberfläche herankommen sitzen die Akupunkturpunkte.

Nach einer ausführlichen Anamnese kann das Muster einer Disharmonie erkannt werden und mit folgenden Therapien der TCM behandelt werden:

- Akupunktur
- Moxibustion
- Kräutermedizin
- Massage
- Ernährungslehre
- Bewegungslehre

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt für 36 Indikationen eine Akupunkturbehandlung, besonders jedoch bei:

- neurologischen und orthopädischen Erkrankungen
- Erkrankungen des Verdauungstraktes
- Akuten und chronischen Atemwegserkrankungen
- Gynäkologische Erkrankungen
- Hauterkrankungen
- Rheumatische Erkrankungen
- Allergien

Durch die Akupunktur werden Nervenpunkte stimuliert und an das Rückenmark weitergeleitet. Sie wirkt auf das zentrale und periphere Nervensystem, auf Körpersäfte und Hormone, beeinflusst die Blutzirkulation und das Immunsystem.